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Ratgeber - Sicherheit

Tipps für Mieter: Einbau von Sicherheitseinrichtungen mit dem Vermieter schriftlich vereinbaren

So sind Sie bei Abwesenheit anwesend

  • Während des Urlaubs sollte auch in einer Mietwohnung der Briefkasten geleert werden, sollten sich die Rollläden bewegen und der Anrufbeantworter nicht ständig anspringen. Foto: epr/Urlaubsbox

    Während des Urlaubs sollte auch in einer Mietwohnung der Briefkasten geleert werden, sollten sich die Rollläden bewegen und der Anrufbeantworter...

Bei einem Einbruch werden oftmals nicht nur Schmuck, Bargeld und Elektrogeräte gestohlen, sondern die Wohnung auch noch verwüstet oder beschmutzt. Hinzu kommt das beklemmende Gefühl, dass sich ein Unbekannter Zutritt in das vermeintlich sichere Zuhause verschaffen konnte. Und es sind nicht nur Einfamilienhäuser, die betroffen sind, auch Mietwohnungen werden – unabhängig vom Stockwerk – ausgeräumt.

Um das Risiko eines Einbruches zu minimieren, kann man vorbeugen. Der Mieterschutzbund hat Tipps zusammengestellt:

  • Die Arbeit der Langfinger erschwert man zum Beispiel mit einem Sicherheitsbügel an der Haustür sowie mit absperrbaren Zusatzsicherungen für Fenster und Balkon- und Terrassentüren.
  • Auch die Installation von Schaltzeituhren kann sinnvoll sein, denn wenn Licht in der Wohnung brennt, wirkt auch das oftmals abschreckend.
  • Die Jalousien sollten tags­ über nicht geschlossen sein, das signalisiert, dass die Bewohner nicht zu Hause sind.
  • Die Wohnung sollte auch in Abwesenheit einen bewohnten Eindruck machen.
  • Die Schlösser sollten einer registrierten Schließanlage angehören, damit diese nicht von Unbefugten nachgemacht werden können.
  • Ein Anrufbeantworter, der über einen längeren Zeitraum immer wieder anspringt, zeigt, dass hier momentan niemand anwesend ist.
  • Wertvolle Schmuck- oder Kunstgegenstände gehören am besten in den Safe.
  • Informieren Sie Nachbarn darüber, dass Sie verreist sind, und bitten Sie diese, den Briefkasten regelmäßig zu leeren.
  • Im Gegensatz dazu sollten Informationen über Reisezeit und Reiseziel nicht über Facebook, Instagram, Twitter & Co. verbreitet werden.
  • Lassen Sie auf der Terrasse keine Gegenstände wie Leitern oder Gartenstühle stehen. Diese erleichtern potenziellen Eindringlingen den Zutritt.

Absprache mit dem Vermieter: Der nachträgliche Einbau von Sicherheitseinrichtungen bedarf unter Umständen der Zustimmung des Vermieters – am besten schriftlich. So sind Veränderungen außerhalb der Wohnung, zum Beispiel an der Fassade des Gebäudes, immer zustimmungspflichtig. Bei Mietende kann der Vermieter grundsätzlich verlangen, dass Einbauten entfernt und bauliche Veränderungen rückgängig gemacht werden.

Anders verhält es sich, wenn der Verbleib von Einrichtungen und Umbauten vertraglich vereinbart wurde. Zum Einbau eines Türspions hat das Amtsgericht Hamburg entschieden, dass dieser auch gegen den Willen des Vermieters eingebaut werden darf, denn »es besteht das schützenswerte Interesse zu wissen, wer vor der Tür steht«.

Quelle: www.mieterschutzbund.de