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Ratgeber - Sicherheit

Der Einlass für Unbekannte ist tabu

Perfide Maschen: Wie sich Trickbetrüger in die Wohnung täuschen / Richtiges Verhalten schützt

  • Auch wenn Unbekannte noch so seriös oder hilfebedürftig wirken, man sollte sich schon sehr genau überlegen, ob man die Person hereinbittet. Foto: Debeka/Shutterstock

    Auch wenn Unbekannte noch so seriös oder hilfebedürftig wirken, man sollte sich schon sehr genau überlegen, ob man die Person hereinbittet. Foto:...

Ausgenutzt: Man will helfen und wird Opfer einer perfiden Masche. Trickbetrüger missbrauchen die Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit anderer und haben es oft auf ältere Menschen abgesehen. Diese sind häufiger alleine, freuen sich über Kontakte und durchschauen den Betrug nicht so schnell. Hier Tipps zur Verhaltensweise, wenn Unbekannte klingeln, und was man tun kann, wenn man tatsächlich Opfer geworden ist.

 Tricks an der Haustür

 Sie lauern schon an der Haustür und man sieht es den Tätern nicht an. Kriminelle versuchen in die Wohnung zu gelangen, um Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen zu entwenden. Ihre Masche kann ganz unterschiedlich sein: Mal bitten sie um Hilfe oder eine Gefälligkeit, fragen nach Wasser, etwas zum Schreiben oder wollen die Toilette oder das Telefon benutzen. Mal geben sich die Täter als Amtsperson oder Mitarbeiter der Hausverwaltung aus oder sie täuschen vor, ein entfernter Verwandter oder ehemaliger Nachbar zu sein. Auch Spenden an der Haustür oder Abonnements sollte man kritisch begegnen.

Was ist angeraten?

Keine Unbekannten in die Wohnung lassen! Besser den Türspion und die Sprechanlage nutzen und die Tür nur mir vorgelegter Türsperre öffnen. Jemandem, der vorgibt ein Bekannter oder entfernter Verwandter zu sein, begegnet man am besten kritisch. Von vermeintlichen Amtspersonen sollte man sich den Dienstausweis zeigen lassen und diesen sorgfältig prüfen. Manchmal sind diese Ausweise täuschend echt, weshalb es sinnvoll ist, bei der betreffenden Behörde erst noch mal nachzufragen und einen erneuten Besuch zu vereinbaren. Auch bei Handwerkern ist Misstrauen angesagt, wenn man diese nicht selbst bestellt hat. Hilfreich ist es, einen guten Kontakt zu den Nachbarn zu pflegen und diese gegebenenfalls als Vertrauenspersonen hinzuzuziehen. Wer sich ganz unsicher ist und das Gefühl hat, Opfer einer Straftat zu werden, ruft besser direkt die Polizei.

Absicherung

 »…und sie war so eine Nette…«– oftmals hätte man es einfach genau von dieser Person nicht erwartet. Wird man Opfer eines Trickbetrugs, ist das Vertrauen in andere Menschen zutiefst erschüttert. Hinzu kommt der materielle Schaden. Wer einen Dieb in gutem Glauben in die Wohnung lässt, bekommt den Verlust von der Versicherung meist nicht ersetzt. Deshalb sollten Versicherungsnehmer prüfen, ob in den Tarifen der Hausratversicherung Trickdiebstahl mit eingeschlossen ist. Geleistet wird in der Regel, wenn man vom Täter getäuscht wurde, damit dieser in die Wohnung gelangen und dort versicherte Sachen entwenden konnte. Wichtig ist, dass der Diebstahl unverzüglich gemeldet wird – sowohl der Polizei als auch der Versicherung. red/sig (Quelle: debeka.de)

 

Ratgeber:

110 im Telefondisplay: Da kann was nicht stimmen

Trickbetrüger geben sich am Telefon als Kommissare, verdeckte Ermittler oder Staatsanwälte aus und versuchen, die Angerufenen zur Herausgabe von Wertsachen zu bewegen. Das Perfide: Im Telefondisplay erscheint der Polizei-Notruf 110 oder eine andere örtliche Nummer, weil die Kriminellen die Nummernanzeige manipuliert haben. Die Polizei hingegen ruft niemals unter der Nummer 110 an und fordert auch niemals Geld, erläutert die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Wer nach einem verdächtigen Anruf unsicher ist, sollte sich ans örtliche Polizeirevier wenden oder selbst die 110 wählen – aber niemals auf Wahlwiederholung drücken. Grundsätzlich sollte man am Telefon nie über persönliche oder finanzielle Verhältnisse sprechen, sich nicht unter Druck setzen lassen und im Zweifel sofort auflegen. Teils spielen die Anrufer ihre Rolle so überzeugend, dass Opfer an der Haustür Wertsachen an Komplizen der Anrufer, die sich wiederum als Zivilpolizisten ausgeben, übergeben, so die Kriminalprävention. Die Maschen sind vielfältig: So gaukeln die Kriminellen ihren Opfern etwal vor, dass ihre Wertsachen wegen bevorstehender Einbrüche daheim nicht mehr sicher seien, dass sie angeblich Falschgeld untergeschoben bekommen hätten, oder dass ihr Kundenberater bei der Bank korrupt sei, weshalb man schnell sein Geld abheben sollte.