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Alarmanlagen: Wichtig sind Zertifizierung, individuelle Planung und Bedienfreundlichkeit

Nicht teurer als ein schöner Urlaub

  • In den sogenannten »Dämmerungsmonaten« – November bis März – werden bundesweit die meisten Einbrüche verübt.

    Initiative Nicht bei mir!

Wenngleich die Ortenau für ihre Beschaulichkeit bekannt ist, geht’s um Einbrüche, haben sich die Delikte auch hier auf landesweit hohem Niveau eingependelt. Nährboden für ein steigendes Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung und damit Anlass, nicht nur Hab und Gut sondern verstärkt das eigenen Leben zu schützen, so die Erfahrung der Errichter von Alarmanlagen und Anbieter von mechanischem Schutz.

Anlagen auch zum Nachrüsten
Sichere, vor allem verschlossene Türen und Fenster sollten sich mittlerweile in den Köpfen von Haus- und Wohnungsbesitzern verankert haben. Wer mehr möchte – und das wollen viele, so die Errichter, – sichert mit Alarmanlagen. Derzeit verstärkt nachträglich, wobei das Miteinbeziehen des Schutzes bei der Neubauplanung geringere Mehrkosten verursacht und natürlich einfacher auszuführen ist. Errichter unterscheiden hier zwischen den Baustufen eins und zwei. Dahinter verbirgt sich beim ersten Schritt das Verlegen der Leitungen, also die Vorbereitung für die Installation. Das schlägt mit rund 1500 Euro zu Buche. Bei der Fertigstellung der Anlage – Stufe 2 – richten sich die Kosten nach der Ausführung.

Drei Varianten
Drei Varianten stehen bei Alarmanlagen zur Wahl, wobei die letzte sicher erst dann infrage kommt, wenn es sehr hohe Sachwerte zu schützen gilt, und der Verband der Schadensversicherer (VdS) es sich vorbehält, bei der Installation Vorschriften zu machen und nur den Einbau von VDS-anerkannten Anlagen sowie von VDS-zertifizierten Errichtern zulässt. Für den »normalen Hausgebrauch« sind die Abwesenheitssicherung oder die Außenhautsicherung mittlerweile Standard. Bei der Abwesenheitssicherung schrillt der Alarm, wenn niemand zu Hause ist, sich der Täter im Gebäude befindet und über fallenmäßig installierte Infrarot-Bewegungsmelder aufgespürt wird. Bei der Außenhautsicherung werden Fenster und Tü- ren auf Öffnen überwacht. Der Dunkelmann kommt im günstigsten Fall also erst gar nicht ins Haus. Ist er bereits eingestiegen, wissen die Bewohner über auf Displays angezeigten internen Alarmen wo, und können Maßnahmen für Schutz und Hilferuf ergreifen. Umgekehrt sehen sie aber auch beim Verlassen des Hauses, ob sie alle Türen und Fenster geschlossen haben.

Kosten und Prüfsiegel
Bei der Abwesenheitssicherung ist mit rund drei- bis viertausend Euro Kosten zu rechnen, die Summe für die Installation einer Außenhautsicherung kann sich zwischen fünf- und achttausend Euro bewegen. Bei allen Anlagen, so die Errichterfirmen, seien individuelle Planung, hochwertige handwerkliche Ausführung und die Bedienfreundlichkeit die wichtigsten Kriterien, auf die Verbraucher achten sollten.

Wählen Haus- und Wohnungsbesitzer VDS-anerkannte Betriebe und Anlagen, sind sie auf der sicheren Seite, denn der Verband prüft die Anlagen, schreibt Bereitschaftsdienste, Lagerhaltung, geschultes Personal und darüber hinaus die Verpflichtung zur Behebung eines Schadens innerhalb von 24 Stunden vor. Weitere Anhaltspunkte für geprüfte Qualität bei Anlagen sind die LKA-Anerkennung, die VDE-Norm 0833 oder die Europäische Norm 50131- 1 (Mindestanforderungen für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen Grad 1 bis Grad 4) Professionelle Errichter und Elektriker geben gerne Auskunft zu diesen Zertifizierungen.

Weitere Infoswww.vds.de; www.bhe. de (Bundesverband Sicherheitstechnik.e. V.)