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Gegen Langfinger: Umfrage bestätigt Wunsch nach Schutz / So wird das Heim sicher

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  • Fünf Minuten sind entscheidend: Halten Türen und Fenster Stand, wird der Versuch, einzusteigen, in vielen Fällen abgebrochen. Foto: epr/Normstahl

    Fünf Minuten sind entscheidend: Halten Türen und Fenster Stand, wird der Versuch, einzusteigen, in vielen Fällen abgebrochen. Foto: epr/Normstahl

Jeder fünfte Deutsche musste im vergangenen Jahr erleben, dass bei ihm selbst oder in der Nachbarschaft eingebrochen wurde. Dies zeigt die bevölkerungsrepräsentative Interhyp-Wohntraumstudie 2016.

In der Onlineumfrage wurden 2100 Eigentümer, Mieter und Architekten befragt, um aktuelle Trends, Wohnwünsche und Maß- nahmen zur Prävention der Deutschen zu ermitteln. Laut Polizeistatistik lag die Zahl der Einbruchsversuche im vergangenen Kalenderjahr in einigen Regionen fast zehn Prozent über dem Vorjahresniveau. Insbesondere in Großstädten ohne enge nachbarschaftliche Bindungen seien Wohnungseinbrüche ein Problem. Dabei geht aus der Wohntraumstudie ebenfalls hervor, dass knapp neun von zehn Befragten der Meinung sind, dass eine aufmerksame Nachbarschaft die beste Prävention sei. Und so kann man sich weiter schützen:

 ◼ Verhindern ist besser als Alarm schlagen: Die besten Vorkehrungen sind solche, die Einbrecher gar nicht erst in Haus oder Wohnung eindringen lassen. Mechanischer Schutz bleibt laut Polizei erste Wahl: Bauherren sollten einbruchshemmende Türen und Fenster verwenden. Die Ausstattung von Bestandsimmobilien kann in vielen Fällen nachgerüstet werden. Laut Wohntraumstudie plant rund ein Viertel der Haushalte künftig, in Schutzmaßnahmen zu investieren.

 ◼ Nebeneingänge bedenken: Sicher ist ein Haus nur, wenn alle Zugänge geschützt sind – auch Nebeneingänge und Kellertüren. Diese Wege ins Gebäudeinnere werden gern von Einbrechern genutzt, da sie oft vor den Blicken wachsamer Nachbarn verborgen sind. Massive Schubriegel, Vorlagestangen oder Querriegelschlösser sind nach Angaben der Polizei meist eine gute Wahl.

 ◼ Alarmanlagen sind sinnvolle Ergänzung: Bewegungsmelder und Alarmanlagen ergänzen die mechanischen Schutzmaßnahmen. Sie verhindern zwar den Einbruch nicht, erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter entdeckt und gestört wird. Video-Gegensprechanlagen mindern das Risiko von Raubüberfällen.

 ◼ Smart-Home-Technologie kann auch Sicherheit verbessern: Wer sein Eigenheim vernetzt, kann Schutzmaßnahmen integrieren. So lassen sich nicht nur Heizungen fernsteuern und Stromkosten sparen. Werden Fenster oder Türen ungeplant geöffnet, kann zum einen ein Warnsignal an Eigentümer und Sicherheitsdienste gesendet werden, zum anderen lässt sich beispielsweise die Kameraüberwachung aktivieren.

 ◼ Fördermittel nutzen: Die Um- und Aufrüstung kostet Geld, doch der Verlust des Sicherheitsgefühls nach Einbrüchen ist damit kaum aufzuwiegen. Hausbesitzer und Mieter können jetzt auch bei kleineren Einbauten zum Einbruchschutz eine Förderung erhalten. Laut einer Erklärung unter anderem vom Bundesbauministerium und der KfW-Förderbank werden ab sofort bereits Sicherungsmaßnahmen ab einer Investition in Höhe von 500 Euro bezuschusst. Bislang lag die Mindestsumme bei 2000 Euro. Der Zuschuss muss bei der KfW beantragt werden. Er beläuft sich auf zehn Prozent der investierten Mittel und beträgt damit mindestens 50 Euro.

Quellen: www.nicht-bei-mir.de