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Auch »grob fahrlässig« sollte mit abgedeckt sein

Gut versichert? Was bei Abschluss einer Hausratversicherung zu beachten ist

Fast 40 Prozent der Einbrüche finden in den dunklen Monaten statt. Wenn früh das Licht eingeschaltet werden muss, erkennen Einbrecher, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Außerdem werden die Langfinger schlechter von Nachbarn oder Passanten wahrgenommen und das Risiko, erwischt zu werden, sinkt. Deshalb kann sich ein genauer Blick auf den Versicherungsschutz sowie die üblichen Sicherheitsvorkehrungen lohnen.

»Um den finanziellen Schaden eines Einbruchs abzusichern, ist eine gute Hausratversicherung wichtig«, erklärt Michael Schwarz, Leiter Sachversicherungen beim Finanzdienstleister MLP. Die meisten Tarife decken die Wiederbeschaffung von gestohlenen Gegenständen ab. Der Versicherte bekommt dann die betroffenen Gegenstände zum Neuwert ersetzt. Dennoch gibt es große Unterschiede bei den Policen.

Vorsicht mit Social Media:

»Versicherte sollten darauf achten, dass auch grob fahrlässig verursachte Schä den zu 100 Prozent abgesichert sind«, sagt Schwarz. Andernfalls kann die Versicherung im Schadensfall die Leistung kürzen – zum Beispiel, wenn Geschädigte zu Hause aus Versehen das Fenster offen lassen.

Nicht zu unterschätzen sind auch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. Viele Mitglieder posten, wohin und in welchem Zeitraum sie in den Winterurlaub fahren – und vergessen dabei, dass auch Einbrecher diese Informationen nutzen können. Zwar ist dieses Verhalten ziemlich leichtsinnig, dennoch spielt es für die Schadenregulierung keine Rolle.

Wertgegenstände dokumentieren:

Obwohl nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft die Einbrüche 2017 erneut leicht zurückgegangen sind, gibt es immer noch deutlich mehr Straftaten als vor zehn Jahren. Im Fokus stehen vor allem Einfamilienhäuser und Villen. Dabei haben es Diebe bei ihren Raubzügen insbesondere auf Schmuck, Bargeld und Elektronikgeräte abgesehen. Wer eine Hausratversicherung besitzt, bekommt in aller Regel eine finanzielle Entschädigung. Wie hoch diese ausfällt, hängt davon ab, ob die Wertgegenstände zum Beispiel durch Rechnungen oder Fotos belegt werden können. »Wenn Geschädigte ihren Besitz nicht ausreichend dokumentiert haben, gehen sie im ungünstigsten Fall leer aus«, warnt Schwarz.

Versicherungssumme angemessen festlegen:

Außerdem ist es wichtig, die Versicherungssumme angemessen festzulegen. Um diese zu ermitteln, gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann der Wert nach der Wohnfläche ermittelt werden. Dabei wird pro Quadratmeter üblicherweise eine Versicherungssumme von 650 bis 700 Euro zugrunde gelegt. Bei einer 120 Quadratmeter großen Wohnung würde das beispielsweise eine Summe zwischen 78 000 und 84 000 Euro bedeuten. Zum anderen kann die Gesamtsumme des Hausrats als Basis für die Versicherungssumme dienen. Die meisten Versicherer haben dafür einen speziellen Ermittlungsbogen. Übrigens hängt die Prämie für eine Hausratversicherung neben der Versicherungssumme auch davon ab, in welcher Tarifzone sich das Haus oder die Wohnung befindet und aus welchem Baumaterial das Gebäude besteht.