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Keine Entwarnung: Anzahl der Einbruchsdelikte weiter auf hohem Niveau / Bürger sind sensibilisiert

Bundesweit wird aufgerüstet

  • Ebenerdig liegende Fenster und Terrassentüren sind – sofern sie nicht gesichert sind – schnell überwunden. Der »Einstieg« hierüber kommt auch in der Ortenau am häufigsten vor. Foto: Initiative Nicht bei mir

    Ebenerdig liegende Fenster und Terrassentüren sind – sofern sie nicht gesichert sind – schnell überwunden. Der »Einstieg« hierüber kommt auch in...

Das Thema verliert nicht an Aktualität – im Gegenteil: Gerade in der dunklen Jahreszeit häufen sich die »Züge« der Täter. Auch in der Ortenau. Prävention und Wachsamkeit sind Hauptaspekte, die vor Schaden schützen.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in allen Ausgaben der MITTELBADISCHEN PRESSE über Einbrü- che berichtet werden muss – in Häuser, Wohnungen, Hallen, Geschäfte, Kindergärten, Schulen, und, und, und. Zwar steigen gefühlt die Delikte an, die Statistik für Baden-Württemberg weist demgegenüber für das Jahr 2015 im Bereich der Wohnungseinbrüche einen Rückgang um zehn Prozent aus. Wobei sich die Anzahl der Delikte in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach oben schraubten und dort auf hohem Niveau einpendelten. So auch im Ortenaukreis. Wurden im Jahr 2014 453 Wohnungseinbrüche registriert, waren es 2015 457. Die Tendenz für 2016 im Bereich des Polizeipräsidiums, zum dem der Ortenaukreis und der Landkreis Rastatt gehören, zeige nach Angaben von Patrick Bergmann, Kriminalhauptkommissar und Pressesprecher des Präsidiums, eine leichte Steigerung, in der Ortenau allein sei ein Anstieg zu verzeichnen.

Fenster und Terrassentüren:

Nach wie vor seien ebenerdig gelegene Fenster und Terrassentüren relativ leichte Einstiegspunkte, die mit Schraubenzieher oder etwas »schwererem« Werkzeug schnell und ohne großen Lärm geöffnet werden. Noch relativ selten, dafür aber perfide genug, sind die Einbruchsdelikte, die auf Traueranzeigen beruhen. Mit Bekanntgabe der Adresse für die Kondolenzpost und den Terminen für die Trauerfeier, Beerdigung oder Bestattung ist klar, wann die Häuser und Wohnungen unbeaufsichtigt sind … In solchen Fällen hat sich bereits Nachbarschaftshilfe bewährt, mechanische und/oder elektronische Sicherungen sind natürlich nach wie vor erste Wahl.

Professionelle Sicherung:

 Dass die Bürger bundesweit für das Thema Einbruchschutz sensibilisiert sind, bestätigen einschlägige Hersteller sowie Errichter von Einbruchmeldeanlagen unisono. Bestes Beispiel dafür ist die am Samstag zu Ende gegangene »Bau 2017« in München: Hier wurde deutlich, dass Eigenheime vermehrt mit professionellen Sicherheitsmaßnahmen aufgerüstet werden. Hierzu zählen zum einen ganz klar einbruchhemmendes Fensterglas und Türbeschläge oder zusätzliche Schlösser für die Fenster. Zum anderen aber werden Fingerabdrucksensoren für die Haustür und smarte Anlagen, die zuvor eher im gewerblichen Bereich eingesetzt wurden, für den Privatbereich zunehmend attraktiver – so das Resümee der Aussteller.

Wie effektiv gesichert werden kann, weiß Ralf Kaufmann von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Offenburg. Auf Wunsch und nach Terminvereinbarung kommt der Experte auch nach Hause. Und das sind die Kontakte: ‑ 0781/214515 (bitte auf das Band sprechen, es erfolgt auf jeden Fall ein Rückruf) oder per E-Mail pp.praevention@polizei. bwl.de