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Finanzierung: Auf die Bereitstellungszinsen achten

Extragebühr muss nicht sein

  • Wer pro Baufortschritt bezahlt, sollte sich mit dem Kreditgeber auf jeden Fall über die Bereitstellungszinsen unterhalten. Foto: djd/immo-finanzcheck.de

    Wer pro Baufortschritt bezahlt, sollte sich mit dem Kreditgeber auf jeden Fall über die Bereitstellungszinsen unterhalten. Foto: djd/immo...

Bereitstellungszinsen können sich beim Hausbau schnell zum Kostentreiber entwickeln. Vor allem in der aktuell angespannten Marktsituation, wo Bauarbeiten oft erst sechs bis neun Monate nach Unterzeichnung des Vertrags beginnen, sollte man auf diese Extragebühren beim Baukredit besonders achten. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Hintergrund ist: Die Banken gehen davon aus, dass Baudarlehen möglichst bald abgerufen werden. Deshalb halten sie den Betrag zur Auszahlung bereit. Auf diesen noch nicht abgerufenen Betrag verlangen die Kreditgeber jedoch nach einigen Monaten Bereitstellungszinsen. Diese liegen meist bei rund drei Prozent pro Jahr.

Das bedeutet: Wer 100 000 Euro ein Jahr lang nicht abruft, muss dafür 3000 Euro Zinsen zahlen. Oft ist absehbar, dass größere Teilbeträge des Baukredits nicht gleich abgerufen werden, zum Beispiel wenn nach Baufortschritt – etwa bei Verträgen mit dem Bauträger – bezahlt wird. Dann sollten Verbraucher die Bereitstellungszinsen ansprechen, so der Bauherren-Schutzbund e. V.. Viele Banken lassen bei diesem Punkt mit sich reden. Statt der üblichen drei oder sechs Monate bereitstellungsfreie Zeit bieten manche bis zu zwölf Monate.