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Immobilie verkaufen: Weshalb ein Makleralleinauftrag sinnvoll ist

Einer für alles hat sich bewährt

  • Birgit H./pixelio.de

    Birgit H./pixelio.de

Ob nun das schicke Studenten-Appartement in bester City-Lage, die familientaugliche Wohnung oder die schmucke Doppelhaushälfte – zwischen Pinneberg und Passau ist das Angebot an Immobilien, die neue Eigentümer suchen, nach wie vor enorm. Die Statistik besagt, dass bei neun von zehn Objekten Immobilienmakler mit dem Verkauf beauftragt werden. Denn so gut wie kein Noch-Eigentümer hat Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Eine der wohl wichtigsten Fragen zu Beginn des Verkaufsprozesses lautet: Sollen gleich mehrere Immobilienmakler beauftragt werden oder nur ein einziger? Experten wie Jürgen Michael Schick, Präsident des Maklerverbandes IVD, sowie Henning Evers, Betreiber des Portals gute-makler.de, raten zur Mandatierung eines einzigen Maklers auf Grundlage des sogenannten Makleralleinauftrags. Statt alle für eines demnach einer für alles. Vorteil sei, dass der Immobilieneigentümer nur einen einzigen Ansprechpartner hat, der den gesamten Verkaufsprozess managt, so die beiden Experten.

 Zwei Varianten möglich: Ein solcher Makleralleinauftrag sollte schriftlich die wichtigsten Details der Zusammenarbeit aufführen. So zum Beispiel die Höhe und die Fälligkeit der erfolgsabhängigen Provision. Überdies die Auftragsdauer sowie Einzelheiten zu einer möglichen Aufwandsentschädigung für den Makler, sofern das Objekt doch nicht verkauft werden konnte. Wichtig für verkaufswillige Immobilieneigentümer: Sie können den Makleralleinauftrag in zwei unterschiedlichen Varianten gestalten. In einer behält sich der Noch-Eigentümer das Recht vor, die Immobilie selbst an einen ihm bekannten Interessenten zu verkaufen, ohne dass der Makler dafür Provision erhält. In der zweiten Variante des Makleralleinauftrags verpflichtet sich der Verkäufer, die Daten auch jener Interessenten, die sich direkt mit ihm in Verbindung setzen, an den Immobilienmakler weiterzuleiten.

Dies bedeutet also, dass der Makler in jedem Fall Anspruch auf eine Provision nach dem Verkauf hat, auch wenn der Kontakt zum Käufer nicht über ihn zustande gekommen ist. Der Fachbegriff dafür lautet »Qualifizierter Alleinauftrag«. Ein solcher erhöhe die Wahrscheinlichkeit der für den Verkäufer bestmöglichen wirtschaftlichen Verwertung des Objekts. Überdies sollten Verkäufer und Kaufinteressenten beachten: Jeder Maklerauftrag könne auch nachwirken, so die Immobilienexperten. Dies bedeutet: Selbst nach dessen Beendigung hat der Immobilienmakler gegebenenfalls noch Anspruch auf seine Provision. Voraussetzung ist, dass der spätere Käufer seinerzeit seinen ersten Kontakt mit dem vom Verkäufer beauftragten Makler hatte.