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Bauen mit dem Bauträger

Der Zahlungsplan unterliegt Regeln

  • Foto: Thorben Wengert, pixelio.de

    Foto: Thorben Wengert, pixelio.de

Viele Bauherren entscheiden sich dafür, ihr Haus von einem Bauträger errichten zu lassen. Anders als bei einem Architektenhaus gehen die Zahlungen dann nicht an die einzelnen Handwerker. Stattdessen wird alles mit dem Bauträger abgerechnet. Dieser darf aber nicht nach Belieben Teilzahlungen oder gar Vorkasse verlangen. Er ist an die Vorgaben der Verordnung über die Pflichten der Makler, Darlehensvermittler, Bauträger und Baubetreuer (MaBV) sowie an Paragraf 34c der Gewerbeordnung (GewO) gebunden. Und so sieht der Zahlungsplan nach MaBV für ein Haus ohne Grundstück und ohne Keller bei Fertigstellung folgender Bauarbeiten aus:

  • Beginn der Erdarbeiten: 20 Prozent des Kaufpreises.
  • Fertigstellung des Rohbaus einschl. Zimmererarbeiten: 40 Prozent.
  • Fertigstellung der Dachflächen und Regenrinnen: 8 Prozent.
  • Rohinstallation der Heizungsanlage: 3 Prozent.
  • Rohinstallation der Sanitäranlage: 3 Prozent. ◼ Rohinstallation der Elektroanlage: 3 Prozent.
  • Nach Einbau der Fenster: 10 Prozent.
  • Fertigstellung der Innenputzarbeiten: 6 Prozent.
  • Fertigstellung der Estricharbeiten: 3 Prozent.
  • Fertigstellung der Fliesenarbeiten: 4 Prozent.
  • Bezugsfertigkeit: 12 Prozent.
  • Fassadenarbeiten: 3 Prozent.
  • Vollständige Fertigstellung (Übergabe): 5 Prozent.

Nun wird nicht für jedes einzelne Gewerk eine Rechnung gestellt: Nach MaBV kann der Bauträger seine Forderungen in maximal sieben Teilzahlungen splitten.

Quellen: Quellen: www.bauen.de; www.gesetze-im-internet. de/gewo_34cd