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Checkliste für den Immobilienkauf

  • An alles gedacht? Die Finanzierung sollte sorgfältig geplant werden. Foto: Tero Vesalainen/pixabay

    An alles gedacht? Die Finanzierung sollte sorgfältig geplant werden. Foto: Tero Vesalainen/pixabay

Wer die Rahmenbedingungen für eine Immobilienfinanzierung rechtzeitig checkt, gewinnt Zeit und schafft sich Spielräume für die Entscheidungsphase. Diese Punkte sollten Käufer bedenken, bevor sie zuschlagen:

 ◼ Der Preis: Der Preis einer Immobilie setzt sich aus der Kaufsumme und den Nebenkosten zusammen. Diese Posten sollten Erwerber nicht unterschätzen. Je nach Bundesland und Wohnort können sich Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 Prozent), Makler (3 bis 7 Prozent) und Notar (1,5 bis 2 Prozent) auf 8 bis 15 Prozent summieren.

◼ Der Kassensturz: Grundregel für eine solide Baufinanzierung ist, dass Käufer mindestens 20, besser 30 Prozent Eigenkapital einbringen sollten. Die Palette der von Banken anerkannten Eigenmittel reicht vom Sparbuch über den Bausparvertrag bis hin zum Verkauf von Fonds, einem Verwandtendarlehen und erbrachten Eigenleistungen beim Bau.

 ◼ Der Finanzierungsplan: Angesichts der aktuell niedrigen Zinsen sollten Käufer den Zinssatz für mindestens 15 Jahre festlegen. Ein Finanzierungsberater erstellt einen Tilgungsplan, der die Zinszahlungen und den Schuldenabtrag transparent macht. Der Neu-Eigentümer sollte auch einen Plan entwickeln, wie er die Restsumme nach Laufzeitende des ersten Darlehens finanzieren will. Ein gutes Beratungsgespräch zeigt die Möglichkeiten auf. Zum Beispiel gibt es Bausparfinanzierungen, bei denen parallel ein Bausparvertrag angespart wird, der zum Ende der Zinsbindung die Hypothek vollständig begleicht.

 ◼ Der Vertrag: Der Kaufvertrag über eine Immobilie ist ein komplexes Werk, das seine Tücken haben kann. Festgehalten werden die Ausstattung der Immobilie ebenso wie der Übergabezeitpunkt und die Zahlungsfristen. Laien tun gut daran, den Vertrag auf Herz und Nieren von einem bausachverständigen Anwalt prüfen zu lassen.

◼ Die Förderung: Bund, Länder und je nach Region auch Gemeinden und Energieversorger unterstützen Immobilienkäufer. Das KfW-Wohneigentumsprogramm unterstützt mit Darlehen zu Konditionen unter Marktpreis. Wer sein Wohn-Riester-Konto mit Zulagen und eigenen Einzahlungen prall gefüllt hat, kann günstig finanzieren und schneller tilgen. Bei Finanzierungsvarianten mit einem Bausparvertrag profitieren Immobilienkäufer – je nach Einkommen – von der Wohnungsbauprämie und der Arbeitnehmersparzulage auf vermögenswirksame Leistungen.