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Ratgeber - Heim & Design

Nachgefragt I: Welche Wohnstile bevorzugen Ortenauer und Elsässer?

Qualität und zeitloses Design stehen im Vordergrund

  • Dieser Stil trifft den Geschmack von Deutschen und Franzosen. Foto: djd/Möbel Bernskötter GmbH/www.hendersandhazel.de

Natürliche, wohngesunde Materialien, naturbelassende Hölzer, ruhige, erdige Farben und auf der anderen Seite ein quietschbuntes Interieur – das sind die Einrichtungstrends 2019. Auch in der Ortenau? Die Mittelbadische Presse hörte sich in Möbelhäusern um.

Seit Jahren stehen Homing und Cocooning für die Sehnsucht der Deutschen, zu Hause im ganz individuell eingerichteten Ambiente zu entschleunigen und aufzutanken. Die einen lieben eine ruhige, »naturnahe« Einrichtung mit massiven Hölzern und den Farben Braun, Beige oder Grünnuancen, die anderen ein Interieur, das durch kräftige Farben, Materialmix und Solitäre besticht.

Trends, die sich auch in der Ortenau und den Einrichtungswünschen der elsässischen Kundschaft wiederspiegeln? »Absolut«, gibt Anton Borodin, Marketingleiter der Braun Möbelcenter Unternehmensgruppe, auf Anfrage der Mittelbadischen Presse zur Antwort. Und: Die Ortenauer sind sogar offener für neue, »flippige Sachen«, als die Kunden vieler anderer Häuser der Möbelhauskette.

Aber der Reihe nach: »Die folierte Holzoptik hat ausgedient, gefragt sind Naturhölzer, insbesondere Eiche«, spiegelt Borodin die Kundenwünsche des Kreises. Und auch die Deko passe sich dem ökologischen Charakter der Einrichtung an. Dennoch habe man in Offenburg nicht die Erfahrung gemacht, dass das Gros der Kunden ganz gezielt nach natürlichen Möbeln sucht. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien die Inspiration beim Rundgang durchs Haus, sowie die Beratung.

Best Ager sind mutig

Was die knallbunten Wohnlandschaften anbelangt, so gehören Musterbeispiele selbstverständlich zur Ausstellung – bei der Kaufentscheidung zeige sich der Ortenauer allerdings verhalten, wenngleich mutiger als in anderen Bundesländern. »Vor allem die Best Ager greifen bei der vierten oder fünften Garnitur ihres Lebens kräftig in den Farbtopf«, stellt Borodin nicht ohne Bewunderung fest.

Und unsere Nachbarn?

»Sind auf Wertigkeit, auf deutsche Qualitätsware, auf Service und Beratung aus. Und: Sie wollen weg vom verspielten, französischen Design. Den Wunsch bedienen natürlich unsere geradlinige, beinahe puristische deutsche Optik sowie die hohe Funktionalität«, sagt Anton Borodin. Was die Zielgruppen anbelangt, so sind sie bei den Kunden hüben wie drüben deckungsgleich: »Die Sortimente richten sich nicht unbedingt an Ersteinrichter, obschon auch dieser Markt bedient und gut nachgefragt wird, sondern eher an die Generationen 30 bis 60 plus. Sich etwas Gutes und Schönes gönnen, steht bei diesen Käufergruppen im Vordergrund. Vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass das offene Wohnen nach einer komplett anderen Möblierung verlangt als noch vor zehn Jahren«.