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Alltagstaugliches Bad: Diese Punkte sollten Eigentümer vor der Sanierung bedenken

Mit der Planung nicht baden gehen

  • Sieht chic aus – aber gefällt das Design auch in zehn Jahren noch? Foto: epr/Geberit

    Sieht chic aus – aber gefällt das Design auch in zehn Jahren noch? Foto: epr/Geberit

Zu klein, zu alt, unattraktiv, nicht altersgerecht – es gibt viele Gründe für eine Badsanierung. Das perfekte neue Bad, am besten wie aus der Einrichtungszeitschrift, soll es sein. Doch besteht das neue Trendbad dann auch den Alltagstest? Und gefällt das Design auch in einigen Jahren noch?

Zwei bis drei Monate nur für die Planung und Vorbereitung der Badsanierung? Viele Eigentümer unterschätzen die Vorlaufzeit und wollen schnell Ergebnisse sehen! Dabei können teure Fehlinvestitionen entstehen. Hier Tipps für die Planung.

Nutzung – wer braucht was?

Ein Haushalt mit kleinen Kindern benötigt eher eine Badewanne, denn eine begehbare Dusche. Einige Jahre später mit großen Kindern ändert sich das wieder. Ein chicer Einzelwaschtisch ist toll, wenn sich dort aber morgens vier Personen gleichzeitig die Zähne putzen wollen … Ebenso wenig besteht die großzügige Badewanne, die in einem kleinen Bad viel zu viel Platz einnimmt, den Alltagstest. Bei ausgefallenen Wünschen immer überlegen: Ist das wirklich mit den alltäglichen Anforderungen vereinbar?

Design – weniger ist mehr

 Neue Trends, ausgefallene Designs, schräge Formen, schrille Farben – aus einer großen Produktvielfalt müssen Hausbesitzer das Passende wählen. Viele haben bei der Badplanung das Bild aus einer Hochglanzbroschüre im Kopf. Doch nicht immer kann alles, was in Einrichtungsmagazinen gezeigt wird, auch umgesetzt werden: Passt die Badgröße zu den Wünschen für das neue Bad? Was wird auf jeden Fall gebraucht? Was kann aus Platzgründen weggelassen werden? Diese Fragen sollten im Vorfeld beantwortet werden. Vor allem bei der Auswahl der Fliesen ist Vorsicht mit Trendfarben angesagt. Gefällt die Farbe später nicht mehr, müssen die Fliesen mit großem Aufwand ausgetauscht werden.

Sauberkeit – pflegeleichte Oberflächen

Wer sich zum Beispiel auf Messen die neuesten Trends anschaut, ist fasziniert von glatten, spiegelnden Oberflächen. Aber: Die ausgestellten Bäder werden ständig von Staub und Fingerabdrücken befreit. Wer will sich diese Arbeit schon zu Hause machen? Statt dessen sollten Hausbesitzer auf Oberflächen achten, die mithelfen, das Bad sauber zu halten, und die Reinigung erleichtern. Pflegeleichte Beschichtungen gibt es für so gut wie alles: Sanitärkeramik, Glasoberflächen, Fliesen. Sogar für die Fugen sind Fugenmassen erhältlich, die die Reinigung deutlich erleichtern. So bleiben Oberflächen lange schön und hygienisch sauber. Ein geringer Fugenanteil im Fliesenbild – besonders im Duschbereich – zusammen mit glatten Flächen und wenigen Kanten hilft ebenfalls beim Reinigen. Wandhängende Sanitärobjekte erleichtern das Wischen des Bodens.

Bewegungsfreiheit und Sicherheit

Auch beim Bodenbelag geht es nicht nur um das Design – wichtig sind rutschsichere beziehungsweise rutschhemmende Beläge, vor allem im Bereich der bodenebenen Dusche. Mit Stufen können zwar spannende Akzente gesetzt werden, aber wie sieht es im Alter oder im Dunkeln damit aus? Wichtig ist weiter, dass keine scharfen Kanten oder gefährlichen Ecken entstehen. Die ausreichende Beleuchtung ist ebenso ein wichtiger Punkt. Und: Auch wenn das Bad klein ist, sollten die Nutzer um die einzelnen Sanitärobjekte herum ausreichend Bewegungsfreiheit haben.

An morgen denken

Ein Badezimmer hat in der Regel eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren, meistens noch länger. Deshalb sollte bei einer Sanierung an die Zukunft gedacht werden: Wie könnte die Nutzung in einigen Jahren aussehen? Welche Technik kann leicht nachgerüstet werden? Wichtig sind ausreichend Stromanschlüsse und Steckdosen, Leerrohre ermöglichen unkompliziert spätere Anschlüsse. Und: Schallschutz ist auch im Bad Pflicht! Denn die Nutzung angrenzender Räume kann sich ebenfalls schnell ändern. (Quelle: www.energie-fachberater.de)