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Sonne ist planbar: Anlagen auf dem Dach Fachleuten überlassen

Schäden ganz oben vermeiden

  • Die Kraft der Sonne einfangen und nutzen – Solaranlagen machen es möglich. Foto: obs/EON Deutschland

    Die Kraft der Sonne einfangen und nutzen – Solaranlagen machen es möglich. Foto: obs/EON Deutschland

Ursprünglich hatte das Dach nur eine Funktion zu erfüllen: den Regenschutz für die Bewohner und das Inventar zu gewährleisten. Mittlerweile ist das Dach zu einem absoluten Hightech-Produkt weiterentwickelt worden. »Das Dach ist zu wertvoll, um es für eine reine Schutzfunktion zu verwenden«, meint Dipl.-Ing. (FH) Eva Meisel vom Dachdecker-Landesinnungsverband Baden-Württemberg. »Neben der passiven Energiesparfunktion durch eine optimale Wärmedämmung sollten Dachflächen intensiver zur aktiven Energieerzeugung eingesetzt werden«.

 Mit und ohne Speicher

 Mit Solaranlagen zur Stromerzeugung, Photovoltaikanlagen, können Privathaushalte den so erzeugten Strom selbst zu nutzen. Dies kann direkt erfolgen – oder komfortabel mit Stromspeichern – zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit. Solarthermieanlagen dienen zur Heizungsunterstützung oder erzeugen direkt warmes Wasser für den Haushalt. Mit einer sorgfältig geplanten Anlage lassen sich im Sommer die meist nur sehr kurzen und damit verschleiß- und energieintensiven Einschaltintervalle der Heizungsanlage weitgehend vermeiden. Diese Einschaltphasen sind normalerweise notwendig, um bei Bedarf stets über Warmwasser zu verfügen.

Warum in jedem Fall einem qualifizierter DachdeckerFachbetrieb die Realisierung der Dach-Kraftwerke überlassen werden sollte, erklärt Meisel: »Die Solarmodule erfordern immer einen Eingriff in die homogene Dachfläche. Die Schutzfunktion des Daches ist in Gefahr, wenn dieser Eingriff durch Nicht-Fachleute ausgeführt wird«. So ersetzen dachintegrierte Anlagen einen Teil der konventionellen Dacheindeckung. Daher gelten für diese Solaranlagen in Bezug auf Windsogsicherheit und Wärmedämmung die gleichen Anforderungen wie an eine klassische Dacheindeckung.

Auf das Dach »aufgeständerte« Lösungen machen nach Meisels Ansicht ohnehin nur Sinn, wenn die Dachfläche vorab einem gründlichen DachCheck unterzogen wurde: »Nichts wäre teurer, als nach der Montage der Solarmodule festzustellen, dass die eigentliche Dacheindeckung sanierungsbedürftig ist«.

 Vorsicht Leck

 Ein weiteres Argument dafür, die Dachmontage ausschließlich DachFachleuten zu überlassen: Für die Befestigung des Montagerahmens werden zahlreiche Löcher in die Dacheindeckung für die Befestigungsschrauben und Leitungsführung gebohrt. »Hier kann jede einzelne Durchdringung zum potenziellen Leck werden, wenn die fachgerechte Ausführung unterbleibt«, warnt Meisel.

 Info: www.dachdecker-bw.de