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Wo gibt’s welche Förderung? Fachleute lotsen Sanierungswillige durchs Zuschussdickicht

Und vom Staat kommt noch was dazu

  • Bundesweit fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) den Einbau von Ökoheizungen. Foto: djd/E.ON/anweber-Fotolia

    Bundesweit fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) den Einbau von Ökoheizungen. Foto: djd/E.ON/anweber-Fotolia

Wer saniert muss Geld in die Hand nehmen, doch einen Teil des finanziellen Aufwandes kann über Zuschüsse zurückgeholt werden. Die Förderlandschaft hat allerdings viele Facetten.

Spitzenreiter bei der Förderung ist die öffentlich-rechtliche KfW-Bankengruppe mit dem Programm »Energieeffizient Sanieren« für Privatleute und Wohnungseigentümergemeinschaften. Die staatseigene Bank fördert eine energetische Gesamtsanierung und Investitionen in einzelne Energiesparmaßnahmen wahlweise mit einem zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss oder mit einem Zuschuss. Bei einer Gesamtsanierung können bis zu 100 000 Euro für jede Wohnung (Wohneinheit) inklusive Tilgungszuschuss von maximal 27 500 Euro fließen, bei Einzelmaßnahmen gibt es bis zu 50 000 Euro Kredit inklusive Tilgungszuschuss von maximal 6250 Euro.

Entscheiden sich die Eigentümer für einen Investitionszuschuss, winken bis zu 30000 Euro je Wohneinheit. Dabei gilt: Je besser die Klimabilanz durch eine Sanierungsmaßnahme wird, desto stärker wird diese gefördert.

Extra-Geld

Hauseigner, die den Heizkessel tauschen oder eine Lüftungsanlage einbauen, erhalten ebenfalls eine Förderung der KfW. Der Zuschuss beträgt bis zu 7500 Euro. Auch die Umstellung auf eine Brennstoffzellenheizung wird gefördert. Der Zuschuss hängt von der elektrischen Leistung ab und liegt zwischen 7050 und 28 200 Euro. Für eine Brennstoffzellenheizung mit einer elektrischen Leistung von 800 Watt sind 9300 Euro KfW-Zuschuss zu erwarten.

Heizung und Beratung

Auf Bundesebene fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) besonders den Einbau von Ökoheizungen und auch Energieberatungen. Die finanzielle Unterstützung der Energieberatung vor einer Sanierung ist für Gebäudeeigentümer interessant: Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern erhalten bis zu 800 Euro Zuschuss, wenn sie sich in einer Vor-Ort-Beratung von einem Gebäudeenergieberater ein Sanierungskonzept erstellen lassen. Für Gebäude mit drei und mehr Wohneinheiten gibt es maximal 1100 Euro. Der Eigenanteil liegt in etwa so hoch wie die Förderung.

Das Land unterstützt Sanierungen mit Programmen der L-Bank, außerdem gibt es noch kommunale Projekte.
(Quelle: Zukunft Altbau)