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Sanierung: Überblick – mit welchen Kosten ist zu rechnen und wie lassen sie sich finanzieren?

Nicht zu knapp kalkulieren

  • Eine neue Wärmedämmung kann den Wert einer Immobilie steigern. Foto: djd/steico.com

    Eine neue Wärmedämmung kann den Wert einer Immobilie steigern. Foto: djd/steico.com

Alte Heizungen, schlechte Wärmedämmung, altmodische Bäder und Küchen stören irgendwann und mindern den Wert der Immobilie. Höchste Zeit was zu machen. Doch: Wie teuer wird das kommen?

Die energetische Sanierung steht für die Bauherren an erster Stelle, beobachtet Katrin Voigtländer-Kirstädter vom Verband Privater Bauherren. Meist werde zuerst die Heizung saniert, danach kommen Fenster, Dachausbau und Fassadendämmung. Oftmals ist in diesem Zusammenhang ein Wärmedämmverbundsystem verpflichtend.

Wie teuer das wird, hängt von Größe und Zustand des Gebäudes ab, aber auch von den verwendeten Materialien. »Allein die Preise für ein Wärmedämmverbundsystem liegen bei 90 bis 150 Euro je Quadratmeter Fassadenfläche, abhängig vom Fabrikat, der Gebäudestruktur und Dicke der notwendigen Wärmedämmung«, so die Expertin.

Küchen- oder Badsanierungen haben ebenfalls eine weite Spanne. Hier kostet das Verlegen der Fliesen ab 60 Euro pro Quadratmeter. Dazu kommt der Preis für die Fliesen selbst. Entscheidend ist bei Badsanierungen oft die Ausstattung der Sanitärgegenstände. Um ein gebrauchtes Haus auf den aktuellen Standard zu bringen, muss mit mindestens 1500 bis 2000 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden.

Konzept ist wichtig

Damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, sollte ein Konzept erarbeitet werden. Einige Arbeiten müssen in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden. So werden neue Fenster eingebaut und dann die Wärmedämmung angebracht. »Es drohen sonst Doppelarbeiten, die natürlich auch doppelt kosten.«

Möglichkeiten, die Kosten zu stemmen

Zur Finanzierung einer Modernisierung bieten Geldinstitute einige Möglichkeiten. Bei einem Immobilienkredit wird zur Absicherung im Grundbuch ein sogenanntes Grundpfandrecht in Höhe der Darlehenssumme eingetragen, meistens eine Grundschuld. Dadurch gibt es günstigere Zinssätze als bei einem Verbraucherkredit. Bauherren, deren Immobilienkredit noch läuft, müssen nicht unbedingt einen weiteren Kredit aufnehmen. »Wenn das Haus mit einer Grundschuld belastet ist und der darüber abgesicherte Kredit bereits teilweise getilgt ist, lässt sich unter Umständen die Summe noch einmal aufstocken.

Ein weiteres Instrument zur Finanzierung von Renovierungsprojekten ist der Bausparvertrag. Dabei erwirbt der Bausparer nach einer Ansparphase einen Anspruch auf die Gewährung eines Bauspardarlehens zu einem vereinbarten Zinssatz. Der Vertrag wird über eine bestimmte Bausparsumme abgeschlossen. Ist das Mindestsparguthaben erreicht, erhält der Bausparer mit der Zuteilung des Vertrages das angesparte Bausparguthaben sowie das Darlehen. Welche Finanzierung geeignet ist, hängt von der Größe des jeweiligen Projekts ab.

Staatliche Hilfen

Bauherren sollten ein Renovierungsprojekt nicht angehen, ohne im Vorfeld eventuelle Fördermöglichkeiten zu prüfen. Anträge zur Förderung werden meist über die Hausbank abgewickelt. Viele Programme lassen sich mit anderen kombinieren. Wichtig: Die meisten Förderungen müssen vor Beginn der Arbeiten beantragt werden.