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Feinstaubbelastung: Auch Heizungen sind dafür verantwortlich

Gedämmte Gebäude als Lösung

  • Unterm Dach juchhe lässt es sich gemütlich wohnen – wenn gut gedämmt wurde. Foto: ssabyo/pixabay

    Unterm Dach juchhe lässt es sich gemütlich wohnen – wenn gut gedämmt wurde. Foto: ssabyo/pixabay

Die Diskussion um Fahrverbote durch die Feinstaubbelastung wurde just zu Beginn des Jahres neu befeuert. Doch nicht nur ältere Dieselfahrzeuge sind Schuld an hohen Feinstaubkonzentrationen. Sogar der Reifenund Bremsenabrieb – auch von reinen E-Autos – erzeugt Feinstaub. Und nicht zuletzt trägt das Beheizen von Gebäuden mit zur Umweltbelastung durch Feinstaub bei. Schätzungen zufolge können Kleinfeuerungsanlagen – also Heizungen – für bis zu 16 Prozent der Feinstaubbelastung verantwortlich sein. Neben einer Optimierung der Verkehrslogistik ist also auch die Optimierung der Gebäudedämmung ein wichtiger Schritt zur Umweltentlastung. Denn je weniger mit einer guten Wärmedämmung geheizt werden muss, desto geringer ist der Primärenergiebedarf und damit der Schadstoffausstoß von Heizungsanlagen.

Keller, Geschossdecken und Außenwände

 Der erste Schritt zur energetischen Gebäudesanierung sollte also die wärmetechnische Optimierung der Gebäudehülle sein, so die Folgerung des Dachdeckerhandwerks. Dazu gehört die Dämmung von Kellerdecken beziehungsweise der untersten Wohnbereichsflächen ebenso wie die Dämmung von Hauswänden und obersten Geschossdecken oder des Daches. Allein in den Bereichen Keller, Fassade und Dach können sich so die vermeidbaren Wärmeverluste auf bis zu 60 Prozent summieren.

Wenig bekannt ist, dass gerade hier das Arbeitsfeld des Dachdeckerhandwerks liegt. Denn neben der bekannten Dämmung von Dächern sind Dachdecker ebenso die richtigen Ansprechpartner für die Dämmung der oberen Geschossdecke, also der Grenze zwischen Wohnraum und ungenutztem Dachraum. Gleiches gilt für die Dämmung – und auch Isolierung – von Fundamenten gegen Wärmeverluste und Feuchtigkeit. Bei der Optimierung der Hausfassade durch vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme (VHF) sind Dachdecker ebenfalls kompetent. Gerade mit diesen VHF-Systemen können zusätzlich zu einem »Upgrade« der Wärmedämmung auch reizvolle architektonische Aufwertungen realisiert werden.

 Heizung richtig dimensionieren

 Erst wenn die energetische Optimierung der Gebäudehülle abgeschlossen ist, könne im nächsten Schritt die Heizungsanlage auf das Gebäude richtig berechnet und für den tatsächlich benötigten Verbrauch der Bewohner dimensioniert werden, erklärt das Handwerk. Und somit wird natürlich erreicht, dass sich die Feinstaubbelastung der Umwelt spürbar deutlich reduziert. 

Info: www.dachdecker-bw.de