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Bauhaus-Klassiker feiert Comeback: Der Bungalow ist wieder da / Es muss nicht das große Grundstück sein

Ein geschickter Winkelzug

  • Wohnen auf einer Etage: Exklusiver Winkelbungalow mit überdachter Terrasse und Whirlpool. Foto: BDF/Gussek Haus

    Wohnen auf einer Etage: Exklusiver Winkelbungalow mit überdachter Terrasse und Whirlpool. Foto: BDF/Gussek Haus

In den 1960er- und 1970er-Jahren waren sie Inbegriff für Reichtum und mondänes Wohnen: Bungalows. Heute feiert der Bauhaus-Klassiker Renaissance, gerade bei der älteren Generation. Ein Bungalow hat auf einer Etage alles, was man zum Wohnen braucht.

Gerade mit Blick auf das Älterwerden entscheiden sich Bauherren gerne für diesen ebenerdigen Haustyp. Ihren individuellen Grundrisswünschen wird dabei ein Winkelbungalow häufig am besten gerecht. »Der Winkelbungalow ist ein Multitalent mit großem Gestaltungsspielraum. Besonders beliebt sind Grundrisse in L- oder U-Form«, sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Ein Winkelbungalow in Fertigbauweise wird individuell geplant, industriell vorgefertigt und schnell auf dem Baugrundstück errichtet. Auf Wunsch schlüsselfertig. Ein verwinkeltes Restgrundstück ist ebenso geeignet wie ein großzügig geschnittener Bauplatz in einem Neubaugebiet – umso mehr Platz bleibt je nachdem für Terrasse und Garten.

»Eine geräumige Terrasse macht den bei Bungalows fehlenden Balkon vergessen«, weiß Windscheif. Beim Winkelbungalow wird die Terrasse quasi direkt in den Grundriss integriert. Bei einem L-förmigen Grundriss befindet sie sich meist in der windgeschützten Ecke, gerne auch mit Überdachung, die etwas weiter über die Außenwand des Hauses hinausragt. Bei einem U-förmigen Grundriss wird die Terrasse an zwei Seiten durch das Haus eingegrenzt, sodass ein noch besser geschützter Innenhof entsteht.

Hohe Energieeffizienz

Großflächige Verglasungen tragen beim Winkelbungalow zur spürbaren Verbindung zwischen drinnen und draußen bei. Vorteilhaft für Bauherren ist dabei die hohe Energieeffizienz moderner Fenster und intelligent konstruierter Holz-Bauteile mit Dämmmaterialien im Wandzwischenraum. Zwar benötigt der Winkel im Vergleich mit einem rechteckigen Grundriss mehr Wandfläche, doch eine gute energetische Gesamtplanung, gleicht diesen Nachteil aus. »So können sich Bauherren bei der Hausplanung umso mehr auf ihre individuellen Gestaltungswünsche fokussieren«, merkt der Experte an. Viele Baustile möglich: Und diese Wünsche sind heute so vielfältig wie die Möglichkeiten der Hersteller.

Vom mediterran anmutenden Winkelbungalow mit Walmdach über kubische Baukörper mit Flachdach bis hin zum natürlichen Bungalow in Holzoptik reicht das Angebot. Als »nützliches Beiwerk« lassen sich zum Beispiel ein Carport, eine Garage oder eine Kellerbox für die Haustechnik ergänzen. »Aufbauend auf den Vorstellungen des Bauherrn entsteht aus dieser Angebotsvielfalt ein einzigartiges Zuhause, das bei Bedarf komplett barrierefrei umgesetzt werden kann«, so Windscheif. Auch besonders ausgefallene Winkelbungalows mit T-, H- oder Z-förmigem Grundriss sind möglich. Ein weiterer Exot ist der O-förmige Grundriss mit Atrium in der Mitte. ft/sig

Fördermittel: Staat hilft mit

Nach wie vor greift die KfWBankengruppe Bauherren, die ein neues Eigenheim planen, mit günstigen Krediten und (Tilgungs-)Zuschüssen unter die Arme. Wichtig: Das Haus muss ein KfW-Effizienzhaus sein, dementsprechend hoch sind die Mittel, die abgerufen werden können. Interessant für Bauherren ist beispielsweise das Programm 153 »Energieeffizient Bauen«, das mit den Programmen »Zuschuss Baubegleitung« (431) und »KfW-Wohneigentumsprogramm« (124). Wichtig: Auch die L-Bank steuert zahlreiche Förderungen bei. Bauträger und Architekten wissen Bescheid.
◼ Infos: www.kfw.de; www.l-bank.de sig