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Warten statt (ab-)warten: Warum der Dach-Check so wichtig ist

Bevor’s richtig teuer wird

Niemand möchte im Winter in einer kalten Wohnung leben. Und niemand will auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub mit einer Autopanne liegenbleiben. Deshalb werden Heizung und Fahrzeug regelmäßig gewartet und gepflegt. Und was ist mit dem Dach?

Kein anderes Bauteil des Hauses wird wohl so hart beansprucht wie das Dach: Zwischen der Hochsommer-Sonneneinstrahlung und der kalten Frostnacht liegen oft mehr als 60 Grad Celsius Temperaturunterschied. Bei einer Windstärke von neun Beaufort drückt auf jeden Quadratmeter Dachfläche zusätzlich ein Gewicht von fast 40 Kilogramm. Und auf der windabgewandten Seite zerrt der Windsog mit ungeheurer Kraft an jedem Element der Dacheindeckung.

»Gerade jetzt, vor den Sommerstürmen, sollte jeder Hausbesitzer und jede Hausverwaltung das Dach und seine Bauteile überprüfen lassen«, so der Rat vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg. Nur so können mögliche Schäden, die über den Winter entstanden sind, rechtzeitig entdeckt und behoben werden, bevor der nächste Sturm einen Angriffspunkt findet oder das Wasser sich bei einem Starkregen einen Weg durch das Dach in die Dämmschicht bahnt.

Gute Investition

 Der gute Rat ist, so der Landesinnungsverband, – entgegen dem Volksmund – übrigens nicht teuer. Im Rahmen eines DachChecks wird das gesamte Dach einer gründlichen Sichtprüfung unterzogen. Dabei können die Innungsbetriebe viele mögliche Schwachstellen bereits durch diese Inaugenscheinnahme erkennen. Übrigens ist das genau der Grund, weshalb auch Heizungsanlagen und Autos regelmäßig gewartet werden: um kleine Schäden rechtzeitig aufzuspüren, bevor daraus kapitale Schäden entstehen. Der jährliche Dach-Check ist auch aus einem weiteren Grund wichtig: Nach den Versicherungsbedingungen kann eine Gebäudeversicherung verlangen, dass die versicherte Sache in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten ist. Geschieht dies nicht, kann es im Extremfall zu Problemen bei der Schadensregulierung – mit dem Hinweis auf die Obliegenheitsbestimmungen – kommen, so der Landesinnungsverband. Das ist zum Beispiel möglich, wenn die laufende Instandhaltung des Daches vernachlässigt wurde.

Gut zu wissen

Check ist nicht gleich Check. Wenn solche Dachüberprüfungen per Haustürgeschäft von mobilen Kolonnen angeboten werden, ist deren tatsächliche Qualifikation für den Hausbesitzer meist nicht vor der spontanen Unterschrift unter den Auftrag erkennbar, warnt der Verband. Weitaus sicherer dürfte es sein, einen Fachbetrieb aus der Region zu beauftragen. (Quelle: www.dachddekcer-bw.de)