Startseite Nachrichten Stromleitungen sollen in Steinach unter die Erde
Auch Bauanträge im Gemeinderat

Stromleitungen sollen in Steinach unter die Erde

  • Reinhold Heppner

06.02.2019 | Eine relativ kurze Tagesordnung hatte der Steinacher Gemeinderat am Montagabend im Foyer der Allmendhalle in Welschensteinach abzuarbeiten.Im Bereich Flößerweg beabsichtigt die Netze Mittelbaden GmbH & Co KG die Trafostation umzubauen und im gleichen Zuge die Freileitungen zu verkabeln.

Letzteres kommt der Gemeinde entgegen, deren Ziel es schon seit längerem ist, die Freileitungen im gesamten Bereich Kirchgrün zu entfernen. Im Bereich Flößerweg soll die Leitung in den Gehweg verlegt werden. Bei den notwendigen Straßenkreuzungen ist die Oberfläche mit Pflasterbänder zu schließen. Im Zuge der Verlegung der Stromkabel wird die Gemeinde gleich Leerrohre für die Breitbandversorgung einbauen lassen.

Firma im Bildstöckle erweitert

Zudem erteilte der Gemeinderat bei Baunaträgen drei Ausnahmegenehmigungen. Im Industriegebiet Bildstöckle beabsichtigt ein Unternehmer den Verwaltungstrakt in dreigeschossiger Bauweise zu erweitern. Der Anbau ist zur privaten Nachbargrenze auf eine Länge von 19,75 Meter vorgesehen und zur Straße hin auf eine Länge von 15,05 Meter.

Die Überschreitungen der Baulinie und der maximalen Firsthöhe wurde von den Gemeinderäten bei einer Enthaltung als vertretbar angesehen. Einzige Ausnahme die Stellplätze dürfen nicht den öffentlichen Raum ragen. 

Ebenfalls gab es eine einvernehmliche Zustimmung zum Antrag eines Unternehmens im Gewerbegebiet Strickerfeld. Der Antragssteller beabsichtigt, den vorhandenen Mutterboden abzuschieben und die Fläche als Abstellfläche für Personenkraftfahrzeuge und für Kranfahrzeuge. Ergänzend wird vom Gemeinderat gefordert, dass die Begrünungsvorschriften des Bebauungsplanes beachtet werden, ebenso ist das Sichtdreieck einzuhalten. 

Auf dem Grundstück befindet sich der Verbandssammler der Verwaltungsgemeinschaft. Aufgrund der geplanten Überbauung ist die Genehmigung der Verwaltungsgemeinschaft einzuholen. Das Baugrundstück ist in der augenblicklich gültigen Hochwassergefahrenkarte als »überflutet« dargestellt, nach Eingang der Stellungnahme des Amtes für Wasserwirtschaft wird dieser Antrag, falls dies erforderlich sein sollte, nochmals im Gemeinderat behandelt.

Beitrag zur Offenhaltung

Im Mühlsbach in Ortsteil Welschensteinach plant ein Landwirt den Abriss eines Schuppens und den Neubau eines Pferdestalles und eines Reitplatzes. Da eine Privilegierung eines landwirtschaftlichen Betriebes nicht vorliegt, hatte der Gemeinderat jetzt zu entscheiden. Der Neubau eines Pferdestalls und des Reitplatzes wurde vom Gemeinderat im Rahmen einer artgerechten Tierhaltung als notwendig angesehen. 

Außerdem leiste der Besitzer mit seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit einen wertvollen Beitrag zur Offenhaltung der Kulturlandschaft, sagte Bürgermeister Nicolai Bischler. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag einstimmig zu, mit der Ergänzung, dass im Bereich des Reitplatzes ein privater Abwasserkanal verläuft.  Bei etwaigen Schäden durch die Baumaßnahme wäre der Antragsteller in der Verantwortung. 

Als letzte Entscheidung stand am Montagabend eine Verzichtserklärung über Vorkaufsrechte für die vorliegenden Kaufverträge über zwei Waldstücke und einem Gebäude in der Kirchstraße. Der Gemeinderat verzichtete einstimmig auf die Inanspruchnahme des Vorkaufsrechts der Gemeinde.