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Fastenmarkt in Haslach leidet extrem unter Wetterkapriolen

Stadt Haslach erlässt den Händlern die Standgebühr

  • Manfred Pagel

11.03.2019 | Der Fastenmarkt war schon immer der umsatzschwächste und kleinste Jahrmarkt im Marktkalender. So klein allerdings wie in diesem Jahr war er wohl noch nie. Große Lücken klafften am Montag in den Budengassen, weite Teile des Marktes waren komplett ausgelassen worden, um wenigstens einen zusammenhängenden Markt zu bekommen.

Marktmeister Erwin Schmid hatte keine Probleme, die Buden und Auslagen der fahrenden Händler unterzubringen. 

Im Gegenteil: Mancher Händler konnte sich so groß ausbreiten wie nie zuvor und sein gesamtes Warenangebot präsentieren. Und das diesmal sogar komplett ohne Standgebühren. Ob der geringen  Zahl von Ständen verzichtete die Stadtverwaltung auf den sonst üblichen Obolus für die Beschicker, der sich aus der Größe des Stands ableitet. Ein niedriger vierstelliger Betrag muss folglich als Einnahme aus dem Fastenmarkt als Minus im Stadtsäckel verbucht werden. Trotz dieser kommunalen Kulanz allerdings packten einige Händler morgens gleich wieder zusammen und reisten ab, nachdem ihnen Windböen die Planen wegbliesen.

Bei den Marktbeschickern kam diese Geste der Stadtverwaltung gut an. »Ich freue mich über diese Kulanz«, sagt Beatrice Pape, die erstmals ihren Stand in Haslach aufbaute. Am Tag zuvor war sie noch auf einem Jahrmarkt am Hochrhein gewesen, wo die Kommune trotz noch mäßigerem Kundenzuspruch als in Haslach auf dieser Standgebühr beharrte.

Große Umsätze erwartete Beatrice Pape, die »Sabbertücher und Geschenke« für Säuglinge und Kleinkinder in Handarbeit herstellt und auf Märkten im ganzen Land anbietet, auch beim Fastenmarkt nicht. Trotzdem will sie bei den nächsten Jahrmärkten in Haslach wieder anreisen, zumal die Hobbyfotografin bei einem kurzen Rundgang durch die Altstadtgassen jede Menge reizvolle Motive entdeckt hatte.

Das wechselhafte Wetter mit zeitweisem Schneefall, starkem Wind und niedrigen Temperaturen hielt natürlich auch viele Kunden vom Bummel durch die Budengassen ab. Der Umsatz bei den Händlern war folglich bescheiden. Und Gedränge herrschte am Fastenmarkt höchstens beim Kinderkarussell in der oberen Hauptstraße.