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Rodungen bei Wittenweier wegen Polder-Projekt

  • Archivfoto: Thorsten Mühl

28.02.2019 | Im Ortschaftsrat wurde in der jüngsten Sitzung darüber informiert, dass die bereits im Dezember 2017 angekündigten Rodungsarbeiten rund um den Ortsteil im Zuge des Polder-Projekts Zug um Zug umgesetzt würden. Das Ganze werde sich, wie Ortsvorsteher Sven Kehrberger ankündigte, wohl noch bis ins Jahr 2020 ziehen. 
Linksseitig des Wilhelm-Schlager-Wegs werde massiv abgeholzt, um Platz für eine Leitung von 60 Zentimeter Durchmesser zu schaffen. Die Hochspannungsleitung erhalte eine Zusatzleitung, der Bereich darunter werde ebenfalls abgeholzt. Drei als »Fledermausbäume« gekennzeichnete Exemplare bleiben noch stehen, sie werden erst im Mai fallen. 
Wenig Verständnis
In diesem Zusammenhang zeigten die Räte angesichts des Vorgehens wenig Verständnis. Vor allem die wenig sinnhafte Holzerei leuchtete Michael Lutz nicht ein. Warum nicht in den Bereichen massiver vorgegangen werde, wo ohnehin durch Lagerung von Holz einiges kaputtgemacht werde, kritisierte er. 
Arbeiten im Neubaugebiet »In den Wolfackern« werden sich um weitere vier bis sechs Wochen verschieben, wie die Ortsverwaltung informierte. Hintergrund ist, dass für die hinter dem Areal zu installierende Brunnengalerie noch die Stromzufuhr gelegt werden müsse. Michael Lutz forderte die Ortsverwaltung auf, sich bei der Hauptverwaltung nach dem Stand der Sickergruben im Areal zu erkundigen. Diese würden bisher vor allem Tiere dazu einladen, ihre Stoffwechselprodukte darin zu hinterlassen. Das sei nicht im Sinne des Erfinders, monierte Lutz. 
Eine weitere Information betraf wie schon in Allmannsweier die beabsichtigte Bepflanzung von Verkehrsinseln. Im kleinsten Schwanauer Ortsteil sei dafür der Platz neben dem Kreisverkehr angedacht.