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Info im Seebacher Gemeinderat

Mummelsee soll Fußgängerampel bekommen

  • Berthold Gallinat

18.02.2019 | Wie Bürgermeister Reinhard Schmälzle berichtete, wird auf der L87 für den Fußgängerüberweg an der Grundschule eine Fußgängerampel nicht als notwendig erachtet. Die Straßenbaubehörde argumentiert, dass die Straßenüberquerung an dieser Stelle optimal einsehbar sowie durch Hinweisschilder, Zebrastreifen und Geschwindigkeitsbeschränkung auf 40 Stundenkilometer sicher sei.
Zudem werde die Richtlinie von über 600 Fahrzeugen in der Spitzenstunde nicht erreicht, erst eine solche Fahrzeugfrequenz würde eine Fußgängerampel ermöglichen. Spitzenwerte gebe es auf der Ruhesteinstraße regelmäßig nur durch den Freizeitverkehr am Wochenende. Zwar stellte das Gutachten an Werktagen einen überdurchschnittlichen Schwerlastverkehr von 20 Prozent Anteil fest, trug aber dem Bericht der Gemeinde nicht Rechnung, dass gerade der Schwerlastverkehr mit zahlreichen ausländischen Fahrzeugen den Vorrang der Fußgänger am Fußgängerüberweg oftmals nicht gewähre.
Die Straßenmeisterei will aber für eine Versuchszeit bis 31. Dezember 2020 eine Gefahrenbeschilderung in beiden Fahrtrichtungen anbringen, bisher besteht eine solche nur talabwärts. Hingewiesen wurde darauf, dass kein Bewuchs die Sicht auf Verkehrszeichen und Fußgängerüberweg einschränken dürfe. Dass die Fußgängerampel nicht eingerichtet wird, wurde im Rat kritisch gesehen.  
Für Hinterseebach im Bereich der Nationalparkverwaltung, ehemaliges Hotel Adler, machte die Verkehrsschau den Vorschlag, einen Fußgängerüberweg in räumlicher Trennung zur Bushaltestelle zu installieren. Weiter heißt es im Gutachten: »Wir empfehlen hier eine Mittelinsel als sicheres Querungsmittel, sie würde auch Geschwindigkeitsreduzierung bewirken.«
30 km/h auf der B 500
Zum LKW-Verkehr auf der L87 regte die Verkehrsschau an, für winterliche Verhältnisse das Zeichen »Schneekettenpflicht« bereits vor dem Knoten L87/Kappelrodeck West – L86a aufzustellen, um so vorzubeugen, dass LKWs in Seebach und Hinterseebach nicht mehr weiterkommen. Das Zeichen »Schneekettenpflicht«, das jetzt noch in Ottenhöfen am Hotel Sternen steht, soll mit einer Entfernungsangabe und mit dem Hinweis versehen werden: »Letzte Wendemöglichkeit«.   Im Bereich Mummelsee, so Reinhard Schmälzle zum Schluss, wird auf der B500 eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h am Samstag und Sonntag angeordnet. Diese Zone beginnt an der Abfahrt zum unteren, talseitigen Parkplatz und reicht bis hinter das Berghotel. Schilder für die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 50 km/h werden im Frühjahr im Vorschaltbereich angebracht.
Zudem empfahl die Verkehrsschau an der viel befahrenen B500 eine Fußgängerampel im Bereich Berghotel, um den Zugang von den talseitigen Parkplätzen zu Mummelsee und Parkhotel sicher zu ermöglichen. Diese wurde im Rat ebenfalls als sinnvoll erachtet. Karl-Wilhelm Schmälzle hielt auch den Fußgängerüberweg in Hinterseebach sinnvoll und Elke Lamm lobte die damit verbundene Geschwindigkeitsreduzierung.