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Offenburg

Grüne fordern mehr Schutz und bessere Bedingungen für Radfahrer

  • Archivfoto: Ulrich Marx

29.04.2019 | Alle weiteren Planungen sollten nach dem Antrag der drei Mitglieder der Grünen-Gemeinderatsfraktion Ingo Eisennbeiß, Arthur Jerger sowie Karin Jacobsen auf der jeweils gültigen gesetzlichen Grundlage und den Empfehlungen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) zu den »geschützten Radstreifen« konzipiert werden. Dies solle auch unter Umverteilung des Sttraßenraums zugunsten der Radfahrer und Fußgänger geschehen, formulieren die Grünen in ihrem Antrag an Oberbürgermeister Marco Steffens. 

Wie die Grünen ausführen, sei der Wunsch, den die Grünen-Stadträtin Karin Jacobsen in einem Offenen Brief äußerte, dass die Radstreifen geschützt und vom KFZ-Verkehr getrennt sein sollen, von den meisten Fahrradfahrern geteilt. Dies habe eine Antwort der Abteilung Unfallforschung der Versicherer bestätigt. An diese sowie an das Bundes-Verkehrsministrium habe Bürgermeister Oliver Martini den offenen Brief von Karin Jacobsen weitergeleitet, erklären die Grünen in ihrem Antrag weiter.

Trennung ist wichtig

Auch eine Befragung des ADFC von 2018 habe ergeben, dass Radfahrern eine Trennnung vom KFZ-Verkehr wichtig sei, führen die Grünen aus. Die Schutzstreifen stünden »in der Kritik durch die Nutzer wegen zu geringer Sicherheitsabstände, zu dichtem Vorbeifahren der Pkw und Lkw, Parken auf den Streifen, Ein- und Ausparkverkehr sowie Fahrertüren, die gedankenlos geöffnet werden«. 

Das Gefühl der Gefährdung führt nach Angaben der Grünen nicht zur vermehrten Nutzung des Fahrrades, eher würden die Strecken gemieden. 

Einem aktuellen Rechtsgutachten zufolge solle beim Überholen von Radfahrern auf Schutzstreifen ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 bis zwei Metern eingehalten werden, ansonsten gelte Überholverbot. Diese Abstände seien aber in Offenburg bei den meisten Schutzstreifen nicht einzuhalten. 

Obwohl in der Verwaltungsvorschrift geregelt sei, dass ein Schutzstreifen nur angeordnet werden soll, wenn die Mitbenutzung durch Kraftfahrzeugverkehr nur in seltenen Fällen nötig sei, werden laut den Grünen diese schützenden Linien regelmäßig überfahren.

Aus Sicht der Grünen-Fraktion ist es aber nötig, möglichst viele Menschen zum Radfahren zu bewegen, damit die Straßen entlastet werden, das Klima geschützt wird und aus Gründen der Gesundheit und des sozialen Miteinanders. 

»Daher benötigen wir geschützte Radsreifen, breite Radwege und sichere Kreuzungen«, fordern die Grünen. Dadurch wiederum würde die Verkehrssicherheit erreicht, durch Schutzzonen werde der Sicherheitsabstand eingehalten, die Akzeptanz der Nutzer sei gewährleistet und die Streifen seien für alle Altersgrupppen benutzbar.