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Hengstbachstraße

20 Bauplätze für Ödsbach in Sicht

  • Peter Meier

12.07.2020 | „Das ist eine große Chance für Ödsbach“, betonte Ortsvorsteher Thomas Maier am Mittwochabend in der Sitzung des Ortschaftsrates. Fast 30 Jahre nach der Erschließung des Baugebiets Eckle könnten bald wieder Bauplätze zur Verfügung gestellt werden. Wie Maier deutlich machte, ist für das Baugebiet Hengstbachstraße mit einer Fläche von 1,7 Hektar eine zweizeilige Bebauung geplant, die auf 20 Bauplätzen eine Mischung aus freistehenden Einfamilienhäusern nach Westen zur freien Landschaft hin sowie Doppelhäuser mit kleineren Mehrfamilienhäusern und drei bis fünf Wohnungen westlich der Hengstbachstraße vorsieht. Das Baugebiet soll von der Firma Rendler erschlossen werden. Über die Vergabe von Bauplätzen für sieben Einzelhäuser wird der Ortschaftsrat zu entscheiden haben, so dass auch bauwillige Ödsbacher eine Chance haben. 

Wendehammer vorgesehen

Laut Bau-Fachbereichsleiter Peter Bercher wurden zur Erstellung des Planentwurfs bereits intensive Gespräche mit dem Erschließungsträger und einigen Fachbehörden geführt. Der Bebauungsplan soll im beschleunigten Verfahren erstellt werden. Vorgesehen ist ein reines Wohngebiet, dessen Anbindung von der Hengstbachstraße her erfolgt. Von dieser Zufahrt aus wird eine Erschließungsstraße parallel zur Hengstbachstraße gebaut, an der zweizeilig die Baufenster ausgewiesen sind. Dadurch, dass bergseitig und talseitig Vorgaben differenziert festgelegt werden, erfolgt eine Einbindung in die vorhandene Topografie. Das zeigte Bercher am Beispiel einiger Geländeschnitte, die für jeden der 20 Bauplätze festgelegt wurden. Die Erschließungsstraße wird als gemischt genutzte Verkehrsfläche hergestellt, fünf Meter Breite für die Fahrbahn, niveaugleich weitere 1,50 Meter für Fußgänger, dazwischen ein Pflasterstreifen zur Entwässerung. Die Straße endet mit einem Wendehammer, hier und am Anfang der Erschließungsstraße sind jeweils vier Besucherstellplätze vorgesehen. 

Ein bis zwei Stellplätze pro Wohnung

Dazu müssen die Bauherren je nach Größe der Wohnung einen bis zwei Stellplätze auf dem eigenen Grundstück nachweisen. Die Entwässerung erfolgt über die Schmutzwasserleitung in der Wäldenstraße, das Oberflächenwasser wird gesammelt und dem Hengstbach zugeführt. 

Zauneidechsen werden umgesiedelt

Im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet soll auch die Hengstbachstraße ab dem Kindergarten bis zum Abzweig Richtung Stichstraße neu hergestellt werden. Dies übernehme der Erschließungsträger, betonte Bercher, für die Anwohner an sowie oberhalb der Hengstbachstraße fallen keine Anliegerbeiträge an. Ein öffentlicher Spielplatz sei im Neubaugebiet nicht vorgesehen, da ein solcher in der Bergstraße zur Verfügung steht. 
Für Zauneidechsen soll ein neuer Lebensraums mit einer Fläche von 1170 Quadratmetern geschaffen werden. Zur Vergrämung der Eidechsen aus dem Baufeld wurde nach Fertigstellung des Ersatzlebensraums großflächig eine schwarze Folie angebracht und befestigt, zur Lenkung der Tiere wurden Zäune aufgestellt. „Es ist nicht einfach, bei unserer Topografie Bauplätze auszuweisen“, fasste Maier zusammen. Walter Bühler erkundigte sich nach der Breitbandverkabelung im Baugebiet. Diese wurde im Rahmen der Behördenanfrage geklärt, meinte Bercher, zumindest Leerrohre sollten vorgesehen werden. 
Nach einem Satzungsbeschluss im Oktober könnte die Erschließung schon im Frühjahr 2021 beginnen, im Sommer könnte, wenn alles gut läuft, gebaut werden.